2.10.2026

Alexander York, Bariton
Hafez Babashahi, Klavier

Vaughan Williams: Songs of Travel, Mahler: Rückert-Lieder, ausgewählte Brahms-Lieder

19:30 | Bank Austria Salon – Altes Rathaus
Wipplingerstraße 8, 1010 Wien

Abendkassa: € 30 / € 20 (Schüler und Studenten)

In seiner dritten Spielzeit im Ensemble des Landestheater Linz (2025/26) singt der amerikanische Bariton Alexander York die Rollen des Malatesta in Don Pasquale, des Faninal im Rosenkavalier, des Ping in Turandot, des Sepulchrave in Irmin Schmidts Rockoper Gormenghast sowie erneut die Rolle des Adam in Mike Svobodas Adam und Eva.

Seit seinem Eintritt in das Solistenensemble im September 2023 war York am Landestheater Linz unter anderem als Papageno in Mozarts Die Zauberflöte, als Silvio in Leoncavallos I Pagliacci, als Ruggiero in Halévys La juive, als Kilian und Ottokar in Der Freischütz, als Prinz Yamadori in Puccinis Madama Butterfly sowie als Fiorello und Ambrogio in Il barbiere di Siviglia zu erleben. Weitere Engagements umfassten die Uraufführungen von Febels Benjamin Button und Svobodas Adam und Eva bei den Schwetzinger SWR Festspiele.

Parallel zu seiner Operntätigkeit entwickelt York zunehmend eigene Lied- und Konzertprogramme. Gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Partner Daan Boertien präsentierte er im Juni 2023 in der Amerikanischen Kathedrale von Paris den Liederabend Americans in Paris, das Ergebnis mehrjähriger Forschung zu amerikanischen Komponisten, die im 20. Jahrhundert in Paris studierten, lehrten oder lebten. Im Januar unternahmen York und Boertien zudem eine Recital- und Meisterklassen-Tournee durch die Vereinigten Staaten mit Stationen in Utah, Illinois und Wisconsin. Bereits im Januar 2023 arbeitete er mit Edward Liddall an Les Dons d’Espagne, einem Programm rund um die musikalischen Gestalten Don Juan und Don Quixote.

Zu seinen Konzertengagements zählen ein Solo-Recital im Muziekgebouw, Auftritte mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie mit der Heidelberger Philharmonie in Bachs Weihnachtsoratorium. 2019 sang er mit dem Jewish Chamber Orchestra Munich Mahlers Lieder und Gesänge und gestaltete einen Liederabend im Hamburger Kunstmuseum. Im Juni 2023 übernahm er in Paris die Bass-Soli und die Partie des Jesus in Bachs Johannes-Passion sowie die Basspartie in Rossinis Petite messe solennelle. Auch der zeitgenössischen Musik widmet sich York intensiv, zuletzt mit der Uraufführung von Rudi Springs Augenblicke des Abschieds für Bariton und Hackbrett.

Im Sommer 2024 sang York den Marcello in La bohème beim Musica Le Mans Festival in Le Mans, Frankreich, wo er zuvor bereits als Papageno und Conte Almaviva in Le nozze di Figaro gastierte. Am Silvesterabend 2023 sprang er mit nur zwei Tagen Vorlauf als Dr. Falke in Die Fledermaus am Brandenburg Theater ein.

Vor seinem Engagement in Linz war York als Ned Keene in Peter Grimes am Staatstheater Augsburg, als Escamillo in Andrea Bernards Adaption von Carmen an der Opéra Grand Avignon sowie als Schaunard in La bohème unter der Leitung von James Gaffigan beim Verbier Festival zu erleben. Im Oktober 2022 trat er mit der Opéra de Paris in einer Konzertreihe in Tokio auf.

Von 2018 bis 2021 war York Mitglied des Opernstudios der Opéra national de Paris. Zu den Höhepunkten seiner Arbeit dort zählen Tarquinius in Brittens The Rape of Lucretia, Dr. Falkein Die Fledermaus sowie die Rollen der Horloge comtoise und des Chat in Ravels L’Enfant et les Sortilèges. Darüber hinaus sang er zahlreiche Liederabende im Palais Garnier sowie in Évian-les-Bains, Amiens, Metz und Grenoble.

In der Januarausgabe 2021 stellte das Opéra Magazine York als „Jeune Talent“ vor. Im September 2020 erhielt er beim Concours international de la mélodie in Gordes den City of Gordes Prize sowie den Preis als bester junger Bariton/Bass.

York debütierte 2018 an der Bayerische Staatsoper in Viktor Ullmanns Der zerbrochene Krug als Bedienter. 2017 sang er die Rolle des James Ramsey in der Uraufführung von Zesses Seglias’ To the Lighthouse beim Bregenzer Festspiele.

In seinen ersten Jahren in Europa war York eng mit dem Theater Augsburg verbunden, wo er 2016 sein europäisches Debüt als Belcore in L’elisir d’amore gab und anschließend Mitglied des Solistenensembles war. Dort sang er unter anderem Angelottiund Sciarrone in Tosca, den Captain in Hartmanns Simplicius Simplicissimus, Weickmann/Fuhrmann in Hans Thomallas Kaspar Hauser sowie den Herald in Verdis Otello. Zuletzt war er dort in der deutschen Erstaufführung von Dai Fujikuras Solaris zu erleben.

Neben seiner Bühnentätigkeit widmete sich York intensiv dem Liedstudium an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er deutsches, französisches und slawisches Repertoire bei Lars Woldt, Rudi Spring, Donald Sulzen und Andreas Schmidt studierte.

York war 2016 Gewinner des Fulbright Research Grant, 2017 Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung und wurde von der arte-Musica Foundation Frankfurt unterstützt.

Vor seinem Wechsel nach Europa war York regelmäßig bei amerikanischen Sommerfestivals zu Gast. Beim Aspen Opera Center sang er 2016 Snooks in William Bolcoms A Wedding. Als Apprentice Artist bei Central City Opera sprang er 2015 kurzfristig als Cervantes/Don Quixote in Man of La Manchaein, sang Baron Duphol in La traviata und erhielt den John Moriarty Award für Kollegialität und künstlerisches Engagement.

Er wurde mit einem Luminarts Fellowship sowie einem Bel-Canto-Preis der Bel Canto Society of Chicago ausgezeichnet und war Preisträger der Art-Song/Oratorio-Kategorie des American Prize. York absolvierte sein Studium an der Lawrence University und erhielt seinen Masterabschluss an der Northwestern University. Beim Eintritt in die Académie der Opéra national de Paris erhielt er zudem das Richard F. Gold Career Grant.

Foto Credits: © Vincent Lappartient